„Mit der Integration haben wir ein einzigartiges Know-how erworben“, sagte Dibbern. Mit der Handelsregistereintragung am 4. Mai gehören insgesamt mehr als 100.000 Versicherte der beiden übernommenen Unternehmen zur DKV. Nachdem im Frühjahr 2005 bereits die Zürich Krankenversicherung AG mit der DKV verschmolzen wurde, folgte nun die GLOBALE Krankenversicherungs-AG. Alle wechselwilligen Mitarbeiter, gut 140, hatte die DKV schon vorher übernommen. Der Versicherungsschutz der Kunden blieb unberührt.
Wachstumsmarkt private Krankenversicherung
„Private Krankenversicherungen sind nach wie vor ein Wachstumsmarkt“, sagte Dibbern. Auch im Gesundheitswesen werde immer deutlicher, dass die Kapitaldeckung nach Art der privaten Krankenversicherung, der Umlagefinanzierung der gesetzlichen Krankenkassen überlegen sei. Angesichts einer schrumpfenden Bevölkerung müsste die Politik mehr Menschen die Möglichkeit geben, mit einer privaten Krankenversicherung eigenverantwortlich für die Zukunft vorsorgen zu dürfen. Für ihre Versicherten hat die DKV so genannte Alterungsrückstellungen von 16,58 Mrd. Euro als Vorsorge gebildet. Das Geld kommt den Versicherten zu Gute. Es dient der Verringerung der Beiträge im Alter, wenn die Versicherten mehr Leistungen benötigen.
Weitere Käufe nicht ausgeschlossen
„Ich erwarte mittel- bis langfristig eine weitere Konsolidierung der Branche“, sagte DKV-Chef Dibbern. Die Kombination aus hohen Ansprüchen der Menschen und sich rasch ändernden komplexen Strukturen im Gesundheitswesen stellten hohe Anforderungen an einen Krankenversicherer. Betriebswirtschaftlich sei zudem eine gewisse Mindestgröße erforderlich, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Die DKV, als Europas größter privater Krankenversicherer sieht sich dafür mit ihrer Strategie „Unternehmen Gesundheit“ gut aufgestellt. Sie verbindet als einziges Unternehmen hochwertigen Versicherungsschutz, individuellen Service und qualitativ hochwertige Versorgung. Vorstandschef Dibbern schloss deshalb weitere Unternehmenskäufe nicht aus: „Die DKV hat schon zwei Mal gezeigt wie es geht“, sagte er. Dieses Signal sei in der Öffentlichkeit angekommen. „Wir haben eine hervorragende Kapitalausstattung, stehen nicht unter Druck und beobachten den Markt sehr sorgfältig“, so Dibbern.